Fabeln für Kinder von Wilhelm Hey
Esel
| Kind | Esel, du fauler, so geh doch fort, |
| Schleichst ja wie eine Schnecke dort. | |
| Esel | Laß doch! lauf' ich auch nicht mit Hast |
| Trag' ich doch redlich meine Last. | |
| Mancherlei Dienst der Herr begehrt, | |
| Mich für die Säcke, zum Laufen das Pferd. | |
| Und wie die Tagesmüh' war aus | |
| Kam auch der Esel sacht' nach Haus, | |
| Hatte sein Plätzchen im Stall beim Pferd, | |
| Fand sein Futter, wie er's begehrt', | |
| Streckt' auf die Streu sich mit Bedacht, | |
| Schlief gar ruhig die ganze Nacht. |
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