Fabeln für Kinder von Wilhelm Hey
Kind und Taube
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Kind
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Taube, wie muß dir das wehe tun, |
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Zupfst aus der Brust die Federn nun. |
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Taube
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Tut es auch weh, ich freu' mich dran, |
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Daß ich ein Bettchen machen kann, |
| Drinnen die Täubchen, mein Vergnügen, | |
| Können recht warm und weich dort liegen. | |
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Da denkt bei sich selber gleich das Kind: |
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"Wie die Taube, so alle Mütter sind |
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Und sorgen gar treulich für ihre Kleinen, |
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Daß sie nicht dürfen frieren noch weinen. |
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So tut auch meine Mutter an mir, |
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Das Allerbeste hab' ich von ihr." |
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