Fabeln für Kinder von Wilhelm Hey
Küchlein
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"Küchlein, Küchlein! leichtsinnig
Kind!
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Wohin läufst du nun wieder so geschwind?
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Durchkriechst gleich alle Winkel und Ecken,
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Willst immer gern was neues entdecken;
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Und siehst du dann deine Mutter nicht,
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Gleich schreist du so kläglich, du armer Wicht."
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Das Küchlein lief in den Garten hinein;
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Bald hört' es die Mutter ängstlich schrei'n.
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Da suchte sie's auf mit Müh' und Not;
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Vor Ängsten und Schrecken war's halbtot.
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Schnell unter die Flügel kroch's ihr nun,
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Und denkt: Ich will's nimmermehr wiedertun.
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