Fabeln für Kinder von Wilhelm Hey
Möpschen und Spitzchen.
| Möpschen | Hör, Spitzchen, ich will dich was fragen; |
| Du sollst mir ganz heimlich sagen: | |
| Wo hast du den schönen Knochen versteckt, | |
| Daß ihn kein böser Dieb entdeckt? | |
| Spitzchen | Nein, Möpschen, ich schweige lieber still; |
| Der Dieb ist's eben, der's wissen will. | |
| Das Möpschen hat gesucht und gerochen, | |
| Bis hinter dem Stall es fand den Knochen, | |
| In seiner Schnauze hatt' es ihn schon, | |
| Da bekam es gar einen schlimmen Lohn; | |
| Der Spitz, der faßt' es so derb am Kragen, | |
| Da lief es davon mit Schreien und Klagen. |
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