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Fabeln für Kinder von Wilhelm Hey

Schwalbe und Sperling

Schwalbe
Hörst du nicht, Sperling, was machst du da drin?
Sperling
Ich such' mir ein Haus nach meinen Sinn.
Schwalbe
Ach Sperling, dies Nestchen ist ja mein.
Sperling
Doch künftig soll es für mich eben sein.
Schwalbe
O Sperling, du Dieb, du böser Wicht,
  Und fürchtest du dich vor der Strafe nicht?
Sie besann sich: "Und hat er mir's genommen,
So will ich wohl zu einem neuen kommen.
Gibt es ja Lehm und Grashalmen noch,
Hab' ich ja meinen Schnabel doch.
Schöner als jenes soll es sein;
Morgen schon zieh' ich wieder ein."
Quelle: Das große Fabelbuch von Walter Heichen, A Weichert, Jadu 2000.

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