Fabeln für Kinder von Wilhelm Hey
Seehund und Möwe
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Seehund
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Ei, Vogel, hätt ich doch Flügel wie du! |
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Geschwinde der Sonne flög ich zu. |
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Möwe
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Erst dacht' ich mir's auch gar schön dort oben: |
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Doch als ich's versuchte, konnt' ich's nicht loben, |
| Viel kälter noch schien's unterwegs mir. | |
| Da ließ ich die Sonne und bleibe nun hier. | |
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Viel kälter, und wärmt doch von fern so schön! |
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Zu kraus ist' dem Seehund; er kann's nicht verstehn. |
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Er streckt sich aufs Eis und denkt drüber nach, |
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Schläft ein und liegt dort den ganzen Tag. |
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Und hat er geträumt - ich will nicht lügen -, |
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So war's von der Sonne gewiß und vom Fliegen. |
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