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Fabeln für Kinder von Wilhelm Hey

Vögel und Eule

Vogel Frau Eule, sieh, kommst du auch ans Licht?
Hab' nur nicht ein so grämlich Gesicht;
Du machst uns sonst wohl Sorgen und Schrecken;
Heut' laß dich einmal ein wenig necken.
Eule O schiene der Tag nur nicht ja helle,
Ich fräß' euch alle gleich auf der Stelle
Da spielten die andern; sie saß allein.
Da fragte sie eins: "Was hast du für Pein
Und machst ein Gesicht wie die teure Zeit?"
Sie sprach: "Mich verdrießt eure Lustigkeit,
Mich ärgert der helle Sonnenschein,
Mich erbost dein Fragen da und Schrei'n."
Quelle: Das große Fabelbuch von Walter Heichen, A Weichert, Jadu 2000.

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