Fabeln für Kinder von Wilhelm Hey
Vögel und Eule
| Vogel | Frau Eule, sieh, kommst du auch ans Licht? |
| Hab' nur nicht ein so grämlich Gesicht; | |
| Du machst uns sonst wohl Sorgen und Schrecken; | |
| Heut' laß dich einmal ein wenig necken. | |
| Eule | O schiene der Tag nur nicht ja helle, |
| Ich fräß' euch alle gleich auf der Stelle | |
| Da spielten die andern; sie saß allein. | |
| Da fragte sie eins: "Was hast du für Pein | |
| Und machst ein Gesicht wie die teure Zeit?" | |
| Sie sprach: "Mich verdrießt eure Lustigkeit, | |
| Mich ärgert der helle Sonnenschein, | |
| Mich erbost dein Fragen da und Schrei'n." |
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