Die Cowboys
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Das Herdentreiben

Die Ausdehnung nach Westen wurde durch den Bürgerkrieg (1861- 1865), in dem die Süsstaaten unter Abraham Lincoln um ihre Unabhängigkeit von den amerikanischen Nordstaaten kämpften, unterbrochen oder zumindest stark verlangsamt. Die Nordstaaten kämpften in diesem Krieg um die Befreiung der Negersklaven. Nach der Niederlage der Rebellen kehrten Tausende von texanischen Soldaten nach Hause zurück. Viele von ihnen waren Viehzüchter oder Cowboys und mußten nun feststellen, daß ihre Ranches zerstört waren und Hunderttausende von verwilderten Rindern frei auf der Prärie weideten.Round up


Der Cowboyberuf gehört zu den ältesten Berufen in Amerika; das Wort Cowboy heißt "Kuhjunge" oder "Kuhhirt" und war um 1700 von England eingeführt worden. Auch das cattle drive, das Herdentreiben, war nichts Neues; auch schon vor dem Bürgerkrieg waren große und kleine Rinderherden nach New Orleans, Kalifornien und - auf den Pfad der Shawnee-Indianer - an den Missouri getrieben worden. Allerdings stand der Viehhandel damals erst am Anfang, und der Cowboy war noch weit davon entfent, jene mythenhafte Gestalt zu werden, die Film und Legende später aus ihm macheten. Nachdem die Viehzüchter nach Texas zurückgekehrt waren, machten sie sich an den Wiederaufbau, und sie stellten Cowboys dazu an, die Rinder einzufangen und zu brandmarken. Auf den örtlichen Märkten war ein junges Rind nicht mehr als zwei, drei Dollar Wert; bald wurde jedoch bekannt, daß weiter im Norden 25 oder 30 Dollar und noch mehr dafür bezahlt wurden. Die Schwierigkeit bestand darin, die Rinder aus Texas zu den Märkten im Norden zu schaffen. Gelöst wurde dies Problem zuerst von zwei Männern, Charlie Goodnight und Oliver Loving, die im Jahre 1866 zusammen mit 18 Cowboys 2000 Rinder aus Texas bis in die Bergwerkzentren von Colorado trieben, Die Straße, der sie folgten, wurde später
"Loving-Goodnight Trail" genannt.

Zur Hochblüte gelangte der Viehhandel jedoch erst, nachdem die Eisenbahn bei ihrem Vorstoß durch Kansas die kleine Stadt Abilene erreichte; dort ließ ein unternehmungslustiger Geschäftsmann aus dem Norden, Joseph McCoy, sofort große Gebiete einzäunen und Vorrichtungen zur Viehverladung bauen. Inzwischen hatte ein gut geführter Werbefeldzug die texanischen Viehzüchter davon überzeugt, daß sie ihre Herden bis Abilene treiben müßten - und ebenso kamen die Rindfleischhändler hierher, um ihre Käufe zu tätigen. Die ersten texanischen Herden erreichten Abilene im Jahre 1867; drei Jahre später wurden dort 600 000Stück Rindvieh umgeladen. Als die Eisenbahn weiter nach Westen vorstieß, ging der Ehrentitel "Haupstadt der Rinder" von Abilene auf Dodge City über.Einbrennen

Die Hauptarbeit des Cowboys blieb das Herdentreiben, und sie wurde immer schwerer und gefährlicher. Immerhin handelte es sich darum, eine halbwilde und widerspenstige Rinderherde 2400 Kilometer durch unwirtliche, teilweise von Indianern bewohnte Halbwüste zu treiben. Waren die Herden vor dem Bürgerkrieg nie größer als 1000 Stück gewesen, gab es jetzt Rindertrecks, die zwischen 2000 und 3000 Stück Vieh zählten.

Da man davon ausging, daß ein Mann für 250 Rinder genügte, waren die Cowboy- Gruppen gewöhnlich zwischen zehn und fünfzehn Mann stark, die hands (Hände) genannt wurden. Der Führer hieß trail boss, und die anderen teilten sich in pointriders (diejenigen, die an der Spitze vor der Herde herritten), swingriders (diejenigen, die hin - und herritten und ausgebrochene Tier zurückbrachten), flankriders (diejenigen, welche die Seiten bewachten) und dragriders (die Nachhut).

Die ersten Tage ging es rasch voran, die Herden legten täglich zwischen 40 und 50 Kilometer zurück. Dann verlangsamte sich das Tempo, und es wurden im Schnitt nicht mehr als zehn bis fünfzehn Kilometer pro Tag geschafft. Jeder Cowboy brauchte für seine Arbeit fünf bis sechs Pferde zum Wechseln, und so folgte jeder Herde eine remuda (Ersatzpferde mit Sattel) von Pferden. Die drei täglichen Mahlzeiten wurden von einem Koch im chuck wagon zubereitet, eine Art Feldküche auf einem offenen Planwagen. Haupthindernisse beim Rindertreiben waren der Mangel an geeigneten Weiden, Flußübergänge und Schlechtwetterperioden.Die Zucht

Zu Ende ging das Zeitalter der langen Märsche für die Vieherden erst, als die Eisenbahn jeden Winkel des Landes erreicht hatte und die einstmals freien Weiden mit Stacheldraht umzäunt waren. Die größte Krise erlebte die texanische Viehzucht im Winter 1886, als bei außergewöhnlicher Kälte Hunderte von Cowboys und Zehntausende von Rindern erfroren.

Quelle: Der Wilde Westen, Piero Pieroni, Tesloff Verlag 1978. Jadu 2000.


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Diese Poster kosten DM 40.- DM 220 sie sind circa 70 x 60 cm und 60 x 90

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Western Art ist leider ein Waffenhändler aber die Malerei ist wirklich sehr gut.

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