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Diese Poster kosten um DM 70.- sie sind circa 70 x 60 cm und 60 x 90

 

Geschichte über die Jugend von einem Indianerhäuptling
Schwör bei dem Horn
Das Werden eines Kriegers
Kein Umherstreifen mehr

Geschichte : Der "Springende Berglöwe" ruft zum Krieg

Der amerikanische Büffel oder Bison

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Indianer Nordamerikas

Stämme der Prärie

Viele Jahre, ehe die Weißen nach Amerika kamen, wohnte Büffelkalb mit seiner Mutter Elchfrau und seinem Onkel Biberschwanz in einem Dorf auf einer hohen Klippe. Vom Dorf aus blickte man auf einen Fluß und auf das Laubdach von Pappeln und Weiden, die seine Ufer säumten. Es waren keine geschlossenen Wälder um das Dorf, wie im Lande von Otterschwanz und Flughörnchen. So weit das Auge reichte, war nur leicht gewelltes, mit Gras bedecktes Hügelland zu sehen. Grün im Frühjahr, gelb im Sommer, dehnte es sich nach Norden, Süden, Osten und Westen in Wellen wie ein Meer, bis es ganz weit, weit in der Ferne den Himmel berührte. Das Sonnenlicht tanzte auf dem Gras, der Wind spielte darin, und violette Wolkenschatten jagten darüber hin, wie dunkle Adler mit ausgebreiteten Schwingen.

Das DorfIn der Mitte des Dorfes lag ein großer, freier Platz, auf dem die feierlichen Tanzfeste abgehalten wurden. Die Häuser bestanden nicht aus Rinde, sondern aus Lehm. Sie schlossen den Tanzplatz ein. Die den Ebenen zugekehrte Seite des Dorfes war durch eine dichte, hohe Schutzwehr aus Pfählen abgeschirmt. In ihr befanden sich Löcher, durch die man Pfeile abschießen konnte, und kleine hölzerne Aufbauten, auf denen bei Gefahr und Angriff die Speerwerfer standen.

Am Steilabfall der Klippe war kein Wall. Hier konnten die Feinde doch nicht herauf. Unten, am Fluß, schimmerte der grüne Mais, dort lagen die Gärten.

Das innere der HütteDie Häuser selbst sahen wie große Erdhügel oder umgestülpte Schüsseln aus. Im Sommer wuchs das Gras über sie hinweg. Im Winter glichen sie kleinen weißen Buckeln, und aus jedem stieg eine feine Rauchwolke auf.

Um in Büffelkalbs Haus zu gelangen, mußte man erst durch einen mit Erde bedeckten Tunnel gehen. Dann kam man in einen einzigen großen, kreisrunden Raum. Ringsherum waren in einigem Abstand von der Außenwand hohe Pfähle eingerammt; zwischen ihnen und der wand war Platz genug für gerät und Werkzeuge: Hacken aus den Schulterblättern der Büffel, Setzhölzer für den Mais und Rechnen aus Hirschgeweihen, Brennholzstapel, Stöcke, Holzmörser und -stampfer zum Zerstoßen von Mais, kleine Regale zum Aufbewahren von Nahrung. Auch die Boote lagen hier, runde Riesenschüsseln, aus Weidenzweigen geflochten und mit Büffelhaut überzogen. Die Betten standen zwischen den Pfosten. Jedes ruhte auf Weidenstäben über dem Boden und wurde von einem Zeltvorhang umschlossen. Das Ganze glich einer großen Schuhschachtel Am Ende des Raumes, dem Ausgang gegenüber, stand der Familienaltar, der die Medizin der Familie barg. Dort brannte in einer kleinen Grube das Feuer, um das herum die Familie saß. Mutter Elchfrau machte hier die Mokassins, Onkel Biberschwanz erzählte seine Geschichten, Großvater Gebrochener-Zahn saß dort auf einer Bank, mit dem Rücken an die Wand gelehnt, und schnitzte Pfeile.Die Hütten

Büffelkalb konnte von seinem Platz am Feuer aufstehen, durch den Türtunnel laufen und auf einer Leiter aufs Dach steigen. Die "Leiter" bestand nur aus einem eingekerbten Pfahl. Er konnte zum Rauchloch hinausklettern und in das Haus hinuntersehen, auf den gebeugten Rücken von Elchfrau, die Elchfleisch briet oder im Maisbrei rührte. Außen sah er den Dorfplatz, wo die Krieger in Gruppen beieinander hockten und über die Ereignisse des Tages sprachen, wo Frauen große Bündel Brennholz herbeischleppten und die Kinder mit den Hunden Fangen spielten. ZelteWeit draußen, beim Fluß, konnte er die Maisfelder sehen, die Mädchen, wie sie Treibholz am Ufer aufschichteten, und den Fluß überblicken, der in breitem, schlängelndem Lauf durch die Ebene strömte.

Das war Büffelkalbs Welt, eine andere kannte er nicht. Nie hatte sein Auge die großen Seen erblickt, durchsetzt mit Feld und Baum. In den großen Wäldern, wo Otterschwanz zu Hause war, hätte er sich todunglücklich gefühlt. Hier war sein Land, und dort, wo die Sonne unterging, würde er den Büffel jagen, diesen Sommer noch! Zu Büffelkalbs Zeiten wanderten die Stämme noch nicht das ganze Jahr hindurch über die Ebenen. Sie wohnten in Erdhäusern, versorgten ihre Gärten und lebten hinter dem Schutz ihrer Palisaden friedlich dahin. Jedes Jahr machten sich Jägergruppen auf und zogen hinter den Büffelherden her, erlegten, was sie brauchten, schnitten das Fleisch in Streifen, dörrten es und brachten es für den Winter nach Hause. Amerika war noch nicht entdeckt, das Pferd unbekannt. Die Indianer wanderten zu Fuß. Ihre Zelte, die Tipis, und ihr sonstiges Gut schnürten sie auf Gestelle und befestigten sie an zwei Stangen. Als Zugtiere dienten Hunde. So ein Vierbeiner konnte annähernd neunzig Pfund vorwärtsbewegen. Die Tipis, diese wunderbar ausgedachten Zelte, bestanden aus mehreren gegerbten und zusammengenähten Büffelhäuten, die über ein Stangengerüst gespannt wurden. Die Büffelhäute waren schwer, deshalb waren die Tipis damals klein und die Stangen leicht - die Hunde mußten die Last gut schleppen können. Später, als das Pferd sein Einzug in Amerika hielt, wurden die Tipis viel größer und standen nicht mehr windschief, sondern gerade auf starken Stangen.

Elchfrau arbeitete an einem neuen Tipi für die große Jagd. Onkel Biberschwanz hatte einige große, schöne Büffelfelle heimgebracht. Die trug sie zum Fluß hinunter und weichte sie in einem Schlammloch ein, bis sich die Haare lockerten und mit einem Kratzer aus Elchrippe bequem abgeschabt werden konnten. Dann wurden die Häute mit der Fleischseite nach oben auf der Erde festgepflockt. Elchfrau und ihre Schwestern schabten alle Fett- und Fleischreste mit einem scharfkantigen Knochenstück sorgfältig ab und schmierten dann einen heißen Brei, aus Büffelhirn mit Fett und Knochenmark gekocht, dick auf die Häute. Nach ein oder zwei tagen wurden die Häute mit warmen Wasser abgewaschen und zum Trocknen aufgehängt. Hernach wurden die großen Stücke gerieben, gut durchgeknetet und über eine scharfe Holzkante gezogen. Büffelkalb half dabei, soviel er konnte. Bald aber schmerzte ihm die Arme, die Arbeit war schwer. Doch wenn sie getan war, hatte man weiches gegerbtes Leder.Die Waffen

Elchfrau legte sieben Fellstücke nebeneinander, tauchte ihre Finger in rote Farbe und tupfte ein Schnittmuster auf das weiße Leder. Die anderen Frauen machten sich sofort an die Arbeit, schnitten die aufgezeichneten Teile aus und nähten sie zu einem großen Stück wieder zusammen. Als Nähfaden benutzten sie Sehnen, die sie aus dem am Rückgrat des Büffels entlanglaufenden Strang gemacht hatten und die man in jeder gewünschten Stärke spalten konnte. Die Nähfadenerzeugung war Büffelkalbs Arbeit. Nadeln gab es nicht; die Frauen bohrten mit einer Knochenahle Löcher in die Haut und steckten den Faden durch. Die Sehne wurde naß verarbeitet. Nach dem Trocknen war sie dann zäh und riß niemals. Die aneinandergenähten Teile bildeten einen Halbmond. An einem Rand wurden zwei Rauchklappen angenäht. Wenn das Zelt auf Stangen gezogen, aufgerichtet und unten mit Steinen beschwert war, wurden die Rauchklappen mittels langer Stangen an der richtigen Stelle gehalten. Sie erfüllten den gleichen Zweck wie unsere Windregler an den Schornsteinen. Man konnte sie nach jeder Richtung stellen, so daß der Rauch vom Boden des Zeltes kerzengerade nach oben stieg und hinauszog.

Die Frauen hatten noch eine besondere Arbeit: Sie mußte einige hundert Hunde zusammentreiben und anschirren. Aus den Erdhütten wurden die Schleppstangen geholt, und dann ging der Hundefang los und das große Packen. Ballen, Bündel, Tipis, Säcke mit Maismehl, Kochtöpfe, Schöpfkellen, Löffel aus Büffelhorn, Schlachtmesser, Ersatzklingen aus Stein, kurz - all der notwendige Plunder, den so viele Menschen auf einer zwei- oder dreimonatigen Reise brauchten, wurde aufgeladen. Die Hunde waren nicht erfreut. Zum Schluß gab es noch lange, feierliche Tänze, damit die Jagd reich und glücklich werde. Die Medizinmänner hatten alles getan, um den Erfolg zu sichern. Endlich machte sich der lange Zug auf dem Weg.

Die zu Hause bleiben, die Gärten versorgen und das Dorf bewachen mußten, kletterten auf die Dächer der Erdhäuser und blickten den Abziehenden nach. Von der Dorfmitte aus rückte die Schar durch das Tor der Befestigung, durch das gelbe Präriegras der sinkenden Sonne entgegen. Der  BisontanzMänner schrien, Frauen riefen, Kinder rannten und plärrten und verloren ihre Mütter im Menschen- und Hundegewühl. Sie fanden sich aber wieder zurecht und wurden nun ebenfalls auf Schleppgestelle verladen und festgebunden. Die Hunde bellten und heulten, wedelten mit ihren buschigen Schwänzen und legten sich tüchtig in ihre Geschirre. Die Schleppstangen kratzten und zischten über die Erde und durch das Gras. Staub wirbelte hoch und hing wie eine Wolke in der heißen Luft.

Büffelkalb war auch im Zug und lief neben seinem großen Hund her, der außer dem kleinen Bruder noch sämtliche Kochtöpfe der Familie zog. Wenn Büffelkalb nach vorne blickte, sah er Hunderücken und kecke Ringelschwänze. Da und dort ragte aus der Staubwolke der Federschmuck eines Kriegers. Hinter Büffelkalb kamen andere Menschen, und die Köpfe der ziehenden Hunde schwankten hin und her.

So zog der junge Prärieindianer auf die Büffeljagd.

 

Quelle: Büffeljagd und Cowboy-Ranch, Holling C. Holling, Franckh'sche Verlagshandlung Stuttgart, 1968, von rado jadu 2000

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